Bellano
kleiner, mittelalterlicher Ort am Ostufer des Comer Sees, unter den Hängen des Monte Muggio an der Mündung des Wildbaches Pioverna gelegen. Eingebettet in einen wundervollen, landschaftlichen Zusammenhang verfügt Bellano auch über eine traumhafte Uferpromenade.
Spazieren Sie entlang des Sees bis zum Platz am kleinen Hafen und von dort tauchen Sie in den antiken Ortskern ein. Sehr enge, dunkle Gassen, mittelalterliche Häuser, Bögen des 18. Jahrhunderts und barocke Innenhöfe, bis man schließlich auf die Kirche Santi Nazzaro und Celsio trifft, mit ihrem schönen Radfenster und Fresken der lombardischen Schule.
Neben den charakteristischen Bauten des historischen Zentrums hat Bellano einige sehenswerte Kirchen. Zum Beispiel die der heiligen Nazaro und Celso, nach einem Projekt von Giovanni Campione im Jahre1384 von Azione und GiovanniVisconti erbaut.
Der romanische Grundriss ist dreischiffig, die Fassade verziert mit weiß- und schwarzgestreiften Marmordekorationen.
Des Weiteren schmücken sie ein großes Radfenster mit grün glasierter Terrakotta Rahmen und ein schönes, gotisches Tabernakel mit der Statue des heiligen Ambrosius.
Im Innern der Kirche befinden sich Fresken vom späten 14. bis 16. Jahrhundert, ein Marmortabernakel im Presbyterium und eine Sammlung sehr alter, heiliger Gegenstände und Einrichtungsstücke.
Weitere sind die Kirche der heiligen Marta aus dem 15. Jahrhundert, deren Innenraum mit Werken verschiedener lombardischer Meister bestückt ist, hervorzuheben ist hier die Gruppe der Pietà von Giovanni Angelo del Milano aus dem 16. Jahrhundert, und die Kirche des heiligen Nikolaus, heute entweiht und zu einer Stätte kultureller Initiativen geworden, mit gut erhaltenen Fresken des 14. Jahrhunderts im Innenraum. Vom Ortskern bergauf gelangt man zum Canyon des Orrido der gegen Gebühr über eine Reihe von freihängenden Stegen zu besichtigen ist. Im Lauf von 15 Millionen Jahren hat der Wildbach Pioverna den Fels abgetragen und ausgehöhlt und eine enge Schlucht die fast bis zum See reicht, geformt. Aus einem kleinen Wasserfall ist so die enge, spektakuläre Schlucht des Orrido entstanden.
Am Eingang des Orrido befindet sich ein kleiner, vierstöckiger Turm –das Haus des Teufels genannt- mit Figuren der Mythologie im obersten Geschoss. Geschichten erzählen von satanistischen Ritualen die hier zelebriert wurden.
Im Ortsteil Lezzeno, 3 km vom Zentrum entfernt, befindet sich die Kapelle der Madonna delle Lacrime, die an die legendäre Erscheinung (17. Jh.) der Blut weinenden Jungfrau erinnern soll.
Die Kapelle ist eine Pilgerstätte und präsentiert sich im klassischen Barock mit Gewölbedecke und einer schönen Kuppel mit Fresken.
Im Innern befinden sich drei wertvolle Altare, der größte ist von 1746 und aus mehrfarbigem Marmor gefertigt.
Decke und Wände der Kapelle sind verziert mit Fresken des Luigi Morgari. Eine Malerei in der Kuppel stellt Engel dar, die Maria in den Himmel tragen wo ihr das Wappen von Bellano gereicht wird.


